Ein bisschen Frugalismus schadet nicht!

Der schwäbische Lebensstil - Neudeutsch: Frugalismus

Mobiles Bezahlen, Paypal, Kreditkarten, Bargeld usw….

Es war noch nie so einfach schnell und unüberlegt sein Geld sowie online als auch offline durch den eigenen Konsum aufzubrauchen. Kartenzahlung hier, Amazon-Bestellung da und schon ist noch soviel Monat am Ende des Geldes! Der Dispo-Kredit glüht und den Paketzusteller sieht man mittlerweile öfter als so manches Familienmitglied!

Doch muss das alles sein? Muss man sich heute alles sofort und am besten noch per Express-Lieferung unmittelbar erfüllen? Wie kommt man aus der „Konsum-Spirale“ raus? Gibt es vielleicht auch Alternativen ohne vollkommen verzichten zu müssen?

Meine Einstellung hierzu aus der Vergangenheit, sowie meine jetzige Denkweise möchte ich dir in diesem Beitrag schildern.

Was kostet die Welt, ich hab noch Restbudget!

Eine schwäbische Lebensweise wurde mir schon von Grund auf in die Wiege gelegt. „Schaffe schaffe Häusle baue!“ – war auch schon in jungen Jahren die Devise. Dies hatte zur Folge, dass ich zwar Sparsamkeit schon immer kannte, mir aber regelmäßig den einen oder anderen Wunsch ermöglichte. Man lebte nicht über die eigenen Verhältnisse, benötigte auch nicht unbedingt den eingeräumten Dispo, doch auf einen großen grünen Zweig kam man dennoch nicht. Somit drehte sich das Hamsterrad in der immer gleich monotonen Geschwindigkeit weiter….

Was kann man ändern? Wie kommt man auf den ersten grünen Zweig?

Aus meiner Sicht am gefährlichsten sind die sogenannten Spontan- oder auch Impulskäufe. Wer kennt es nicht – man ist im Internet unterwegs sieht auf jeder Seite Kaufanreize die dank all der vielen netten Cookies maßgeschneidert zu mir passen und irgendwann neigt man doch dazu beim verlockendsten Angebot zuzuschlagen. Aktionen wie Cyber-Monday oder Black-Friday machen genau mit solchen „Blitzangeboten“ sich dieses spontane Verlangen zu nutze. 

Ich kann dir daher nur raten, all die „Wunschzettel“ oder Merklisten all der Online-Händler mit zu nutzen und nicht gleich im Affekt zu kaufen. Gute Erfahrungen habe ich mit „privaten“ Listen bei Amazon gemacht. Ich sammel dort gerne all das was ich gerne hätte, bzw. ich der Meinung bin, dass ich es brauche. Wenn ich dann die eine oder andere Nacht darüber schlafe komme ich oft zu dem Punkte, wo mir selbst bewusst wird, dass viele der „gewünschten“ Artikel gar nicht benötigt werden oder ich mir selbst gar nicht mehr sicher bin, warum ich den Artikel überhaupt auf die Liste gesetzt habe.

Nach Verzicht folgt die Belohnung

Neuerdings habe ich diese Vorgehen noch ein wenig erweitert. Wenn ich dann letztendlich der Meinung bin das ich ein Produkt haben möchte, versuche ich aktuell erstmal Dinge, die nicht mehr benötigt werden, zu verkaufen. Anschließend wir dann der Erlös in das Neuprodukt investiert.

Somit miste ich zu Hause nicht nur aus, nein ich spare auch jede Menge Geld! Es fällt mir so nicht nur leichter meine generelle Sparquote aufrecht zu erhalten, nein ich verhindere damit auch den einen oder anderen Impulskauf und fühle mich dann im Endeffekt auch schon wieder ein bisschen „freier“. Bewusster Konsum ohne schlechtes Gewissen.

Wie handhabst du dieses Thema? Hast du ähnliche Erfahrungen gemacht?

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